Nicolas de Staël ist eine bedeutende Persönlichkeit der Malerei des 20. Jahrhunderts, bekannt für sein Werk, das sich an der Grenze zwischen Figuration und Abstraktion bewegt. Er wurde 1914 in Sankt Petersburg in eine russische Adelsfamilie geboren, floh mit seiner Familie vor der Revolution und lebte schon früh im Exil. Nach einer künstlerischen Ausbildung in Belgien ließ er sich in Frankreich nieder, wo er nach und nach ein persönliches Werk schuf, das von einer ständigen Suche nach dem Gleichgewicht zwischen Form, Farbe und Mate... Voir plus >
Nicolas de Staël ist eine bedeutende Persönlichkeit der Malerei des 20. Jahrhunderts, bekannt für sein Werk, das sich an der Grenze zwischen Figuration und Abstraktion bewegt. Er wurde 1914 in Sankt Petersburg in eine russische Adelsfamilie geboren, floh mit seiner Familie vor der Revolution und lebte schon früh im Exil. Nach einer künstlerischen Ausbildung in Belgien ließ er sich in Frankreich nieder, wo er nach und nach ein persönliches Werk schuf, das von einer ständigen Suche nach dem Gleichgewicht zwischen Form, Farbe und Materie geprägt war. Sein Leben, das von Unsicherheit und dann von intensiver schöpferischer Tätigkeit geprägt war, endete 1955 auf tragische Weise.
Seine Arbeit wird oft mit der lyrischen Abstraktion in Verbindung gebracht, obwohl sie sich durch eine starke Strukturierung der Formen davon unterscheidet. Beeinflusst von Paul Cézanne in Bezug auf die Konstruktion, von Georges Braque und dem Kubismus in Bezug auf die Fragmentierung des Raums und von Henri Matisse in Bezug auf die Verwendung von Farbe, entwickelte Nicolas de Staël eine Bildsprache aus dichten Massen, ineinander verschachtelten Ebenen und klaren Farben. Er steht auch in einem indirekten Dialog mit dem abstrakten Expressionismus, wobei er jedoch seiner Verbundenheit mit dem Motiv treu bleibt, sei es in Form von Landschaften, Stillleben, Figuren oder Sportszenen.
Er lebte nacheinander in Paris, in der Provence und an der Mittelmeerküste und malte verschiedene Motive wie die Häfen von Marseille und Antibes, Straßen, Hügel, Fußballer oder Atelierinterieurs. Im Gegensatz zu Künstlern wie Jackson Pollock verzichtete er nie ganz auf die Lesbarkeit der Realität, sondern zog es vor, die Formen bis zu ihrer Erkennbarkeit zu verdichten.
Heute gilt Nicolas de Staël als einer der bedeutendsten Maler der Nachkriegszeit in Europa. Sein Werk, das zugleich streng und frei ist, beeinflusst durch seine Fähigkeit, Abstraktion, Landschaft und die Präsenz der realen Welt miteinander zu verbinden, bis heute.
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